Beeinflussung Interner Revisoren durch Führungskräfte und andere Parteien

Objektivität und Unabhängigkeit sind nach den nationalen und internationalen Berufsstandards Kernelemente einer effektiven Internen Revisionsfunktion. Jedoch sind Interne Revisoren diversen Interessen ausgesetzt, die zu einer Beeinträchtigung der Effektivität der Internen Revisionsfunktion führen können. Einflüsse, die die Objektivität und sogar die Unabhängigkeit der Internen Revisoren beeinträchtigen können, sind dagegen weitgehend unerforscht.

Dr. Christoph Schmidt und Univ.-Prof. Dr. Martin Hiebl haben im Rahmen einer Fragebogenstudie unter 400 Internen Revisoren mögliche Beeinflussungen von Internen Revisoren auf ihre Objektivität und Unabhängigkeit untersucht. Das Ergebnis zeigt auf, dass 28,1 Prozent der Teilnehmer angaben, Einflüssen ausgesetzt zu sein, die die Objektivität beeinträchtigen. Insbesondere Führungskräfte, Führungskräfte und Leiter von Internen Revisionsabteilungen üben dabei am häufigsten Einfluss aus.

Quelle: Schmidt, Christoph/ Hiebl, R.W. Martin (2017): Beeinflussung Interner Revisoren durch Führungskräfte und andere Parteien. Ergebnisse einer Umfrage. In: Zeitschrift für Interne Revision. 52 (04), 2017. S. 188-194.

Nähe Informationen unter ZIR_2017-04_Schmidt

 

„Es wird Vorständen zu leicht gemacht“

in: Manager Magazin, 19.04.2017

Auf der bevorstehenden Hauptversammlung am 10. Mai 2017 der Volkswagen AG dürften sowohl Vorstand als auch Aufsichtsrat deutlicher Kritik ausgesetzt sein. Der Corporate Governance Experte Christian Strenger kritisiert das kürzlich etablierte Vergütungssystem des Konzerns scharf. Im Kern sieht der Experte folgende Kritikpunkte. Einerseits sind die Schwellenwerter für Boni aus seiner Sicht „unnagemessen“ niedrig. Durch das neue Vergütungssystem würde somit die Grundvergütung um knapp 30 Prozent angehoben. Mit der Erhöhung würden sich auch die Pensionsanspruch der Vorstande  markant erhöhen.

Strenger möchte darüber hinaus Vorstände und Aufsichtsräte nicht entlasten. Aus seiner Sicht haben die Vorstände Organisations- und Aufsichtspflichten versagt. Zudem seien aus seiner Sicht die Rückstellungen der Dieselaffäre zu niedrig angesetzt. Strenger vermisst zudem Unternehmens-Kontrolleure, die wirklich unabhängig sind.

Weitere Informationen unter folgendem Link

 

DIIR Revisionsstandard Nr. 3 und IDW PS 983 veröffentlicht

In kooperativer Zusammenarbeit hat sowohl das Deutsche Institut für Interne Revision (DIIR) als auch das Institut der deutschen Wirtschaftsprüfer (IDW) per 07.04.2017 Standards zur Prüfung von Internen Revisionssystemen veröffentlicht.

Mit dem neuen DIIR Revisionsstandard Nr. 3 bzw. IDW PS 983 kann die Angemessenheit und Wirksamkeit von Internen Revisionssystemen mittels eines externen Quality Assessment überprüft werden.

Nähere Informationen: DIIR Revisionsstandard Nr. 3

 

Gesetzesentwurf zur Umsetzung der Vierten EU-Geldwäscherichtlinie

Die Bundesregierung hat am 17.03.2017 einen Gesetzesentwurf zur Umsetzung der Vierten EU-Geldwäscherichtlinie auf dem Weg gebracht. Demnach haben alle EU-Mitgliedsstaaten  Vorschriften zur Durchführung der Verordnung (EU) 2015/847 zu erlassen.

Die Neuregelung sieht unter anderem eine Stärkung des risikobasierten Ansatzes vor. Dem zu folge müssen alle geldwäscherechtlich Verpflichtende über ein angemessenes Risikomanagement verfügen.

Weitere Inhalte können über folgenden Link eingesehen werden:                                                     Gesetzesentwurf zur Umsetzung der 4. EU Geldwäscherichtlinie

 

 

 

Neue Konsultation zu den bankaufsichtliche Anforderungen an die IT (BAIT)

Das Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat am 22.03.2017 die nächste Runde der Konsultation zu den bankaufsichtlichen Anforderungen an die IT (BAIT) auf-genommen.

Die neue Konsultation zu den BAIT definiert als zentrales Ziel auf Grundlage des § 25a Abs. 1 KWG der Geschäftsleitung der Institute  einen flexiblen und praxisnahmen Rahmen für die Aus-gestaltung der IT der Institute zu geben. In diesem Kontext werden die Anforderungen nach §25a Abs. 3 KWG sowie §25b KWG konkretisiert.

Analog zu dem MaRisk kann die Umsetzung nach Art, Größe und Komplexität der Institute (Proportionalitätsprinzip) erfolgen.

Nähere Informationen können unter folgenden Link eingesehen werden:
BAIT Konsultation vom 22.03.2017

Interne Revision: Anforderungen an die Wirksamkeit

Mit Ausgabe 03/2017 des BankPraktikers haben die Autoren Bantleon/Horn/Schmidt einen Fachaufsatz zum Thema „Interne Revision: Anforderungen an die Wirksamkeit“ veröffentlicht. Der Aufsatz nimmt dabei einen Vergleich des IDW EPS 983, DIIR Revisionsstandard Nr. 3 mit den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) vor.

Siehe hierzu: http://www.bankpratiker.de

Anforderungen an die Grundsätze ordnungsgemäßer Geschäftsorganisation

Mit Ausgabe der FLF 03/2016 (Finanzierung, Leasing, Factoring) hat Herr Dr. Christoph Schmidt  einen Fachartikel mit dem Titel „Anforderungen an eine ordnungsgemäße Geschäftsorganisation“  veröffentlicht.

Im Rahmen des Fachartikels werden die formellen und materiellen Anforderungen an eine ordnungsgemäße Geschäftsorganisation für Leasing- und Factoringgesellschaften abgehandelt.

Nähere Informationen können der Veröffentlichung entnehmen: http://goo.gl/e4bcEv

 

Antikorruptionsgesetz im Gesundheitswesen

Der Bundestag hat am 13.04.2016 ein neues Gesetz zur Bekämpfung von Korruption im Gesundheitswesen verabschiedet und die §§ 299a und 299b StGB sowie die Neufassung  §§ 300 bis 302 StGB eingefügt.

Angehörige des Heilberufes sehen sich mit der Einführung des § 299a Strafgesetzbuch (StGB) einer gravierenden strafrechtlichen Verschärfung gegenüber. Demnach wird bestraft, wer als Angehöriger eines Heilberufes, der für die Berufsausübung oder die Führung von der Berufsbezeichnung eine staatliche geregelte Ausbildung erfordert, im Zusammenhang mit der Ausübung  seines Berufs einen Vorteil für sich oder einen Dritten als Gegenleistung fordert, sich versprechen lässt oder annimmt, dass er

  1. bei der Verordnung von Arznei-, Heilsmittel oder  Hilfsmittel oder von Medizinprodukten,
  2. bei dem Bezug von Arznei-, oder  Hilfsmittel oder von Medizinprodukten, die jeweils zur unmittelbaren Anwendung durch den Heilberufsangehörigen oder einer seiner Berufshelfer bestimmt sind, oder
  3. bei der Zuführung von Patienten oder Untersuchungsmaterial

einen anderen im inländischen oder ausländischen Wettbewerb in unlauterer Weise bevorzuge, wird mit einer Freiheitsstarfe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Ebenso wird nach § 299b StGB bestraft, wer einem Angehörigen eine Heilberufs im Sinne des § 299a StGB im Zusammenhang mit dessen Berufsausübung einen Vorteil für diesen  oder einen Dritten als Gegenleistung dafür anbietet, verspricht oder gewährt, dass er

  1. bei der Verordnung von Arznei-, Heilsmittel oder  Hilfsmittel oder von Medizinprodukten.
  2. bei den Bezug von Arznei-, oder  Hilfsmittel oder von Medizinprodukten, die jeweils zu unmittelbaren Anwendung durch den Heilberufsangehörigen oder einen seiner Berufshelfer bestimmt sind, oder
  3. bei der Zuführung von Patienten oder Untersuchungsmaterial

ihn oder einen anderen im inländischen oder ausländischen Wettbewerb in unlauterer Weise bevorzuge, wird mit einer Freiheitsstarfe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

Gesetz siehe hierzu http://goo.gl/AqN0b4

Effizienz von Verwaltungs- und Aufsichtsorganen

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat zum 04.01.2016 ein neues Merkblatt für die Mitgleider von Verwaltungs- und Aufsichtsorganen gemäß des Kreditwesengesetzes (KWG) und Kreditanlagegesetzbuch (KAGB) veröffentlicht. In der dritten Auflage werden die fachlichen und persönlichen Anforderungen an die Mitglieder der Aufsichtsorgane erläutert.

Die Veröffentlichung gibt einen Überblick über die Anzeigepflichten und der einzureichenden Unterlagen. Ebenso werden die gesetzlichen Anforderungen der Mitglieder von Verwaltungs- und Aufsichtsorgane nach dem KWG erläutert.

Das Merkblatt zur Kontrolle der Mitglieder von Verwaltungs- und Aufsichtsorganen ist unter folgendem Link einsehebar: https://goo.gl/6vfBs0

Konsultationspapier zu den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk)

Mit Datum vom 18.02.2016 hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ein neues Konsultationspaper zu den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) vorgestellt.

Das Konsultationspapier adressiert dabei im Kern die Optimierung der Auslagerung, das Reporting sowie die Risikokultur.

Nähere Informationen sind unter folgendem Short Link einsehbar: https://goo.gl/y3XGZJ