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Qualitätsmanagement in der Internen Revision

Mit der gemeinsamen Veröffentlichung des DIIR Revisionsstandard Nr. 3 sowie des IDW PS 983 wurden von Deutschen Institut für Interne Revision (DIIR) einheitliche Standards für die Prüfung von Internen Revisionssystemen erarbeitet. Beide enthalten nahezu deckungsgleiche 82 Vorgaben zur Beurteilung der Wirksamkeit und Angemessenheit von Internen Revisions-systemen.

Dabei sind 6 Mindestanforderungen definiert. Die Nichtbeachtung würde zu einem Versagen der Wirksamkeit des Internen Revisionssystems führen. In diesem Kontext stellt unter anderem  die Neutralität, Unabhängigkeit von anderen Funktion­en sowie ein uneingeschränktes Informationsrecht ein zentrales Mindestkriterium dar. Dieses Mindestkriterium kann durch ein Rotationsprogramm abgesichert werden.

Steigerung der Objektivität Interner Revisoren durch Rotation?

Mit Ausgabe 06/2016 der Zeitschrift der Internen Revision haben Herr Dr. Christoph Schmidt und Frau Univ.-Prof. Dr. Anne d´Arcy einen wissenschaftlichen Artikel mit dem Titel „Rotation als ein effektives Instrument zur Steigerung der Objektivität Interner Revisoren?“ veröffentlicht.

Nach den nationalen und internationalen Berufstandards Interner Revisoren (IPPF) sind Objektivität und Unabhängigkeit zentrale Eigenschaften einer effektiven Internen Revision. Die Objektivität kann durch Interessenkonflikte beeinflusst werden. Organisatorisch könnte das Instrument der Rotation als ein Instrument zur Steigerung der Objektivität angesehen werden. Die Autoren zeigen neben dem nachteiligen Effekt der Rotation anhand einer Befragung von 35 deutschen Fach- und Führungskräften aus der Internen Revision die Einschätzung des Netto-effekts in der Praxis auf.